Archiv des Monats Januar 2010
Geiz wird zum Bumerang
am 27. Januar 2010 unter Leben/Politik abgelegt von Der MitloggerPISA-Sonderstudie: Hohe Folgekosten durch geringes Bildungsniveau. Mehr Investitionen in Köpfe hätten laut OECD »enorme Wachstumseffekte«
Glaubt man den Aussagen der Autoren einer am Montag in Berlin und Paris vorgestellten PISA-Sonderstudie, würden schon kleine Verbesserungen bei der Bildung »enorme Wachstumseffekte« bringen. Umgekehrt seien die Folgekosten zu zögerlicher Investitionen in diesem Bereich kaum zu überschätzen, meinen die Professoren Eric A. Hanushek (Stanford) und Ludger Woessmann (München), die die Analyse im Auftrag der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) verfaßt haben. Folgerichtig lautet deren mahnender Titel »The high cost of low educational performance« (Der hohe Preis geringer Bildungsleistung).
Bereits eine moderate Verbesserung der durchschnittlichen Schülerleistungen in den OECD-Ländern um 25 PISA-Punkte würde in den kommenden 20 Jahren zu einer um 115 Billionen US-Dollar höheren Wirtschaftsleistung führen, haben die OECD-Experten ausgerechnet. 25 PISA-Punkte entsprechen der Verbesserung, die Polen zwischen den PISA-Studien 2000 und 2006 erreicht hat. Die Effekte würden sich in der »Lebensspanne der 2010 Geborenen« zeigen.
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