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Besuch bei zu Guttenberg

Berlin: 7000 Arcandor-Mitarbeiter forderten Überlebenshilfe für ihren Konzern

Mit lautstarken Protesten haben Mitarbeiter des angeschlagenen Warenhaus- und Touristikkonzerns Arcandor vor dem Bundeswirtschaftsministerium Überlebenshilfen für das Unternehmen gefordert. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di sprach von 7000 Teilnehmern. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hielt vor den Demonstranten eine kurze Rede. Der CSU-Politiker sicherte »die sorgfältige Prüfung« des Antrags auf eine Staatsbürgschaft zu. Daran müßten aber die für solche Fälle vorgeschriebenen Maßstäbe und Kriterien, wie z.B. die langfristige Überlebensfähigkeit des Konzerns, angelegt werden. Die Größe des Unternehmens spiele dabei keine Rolle, sagte der Minister. Mit diesen Äußerungen ging Guttenberg auf Distanz zum wirtschaftspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Laurenz Meyer, der Staatshilfen für den Konzern mit den Marken Karstadt, Quelle und Thomas Cook am Dienstag ausgeschlossen hatte. Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) nannte diese Verweigerungshaltung im ARD-Morgenmagazin »sträflich», weil das Für und Wider noch nicht einmal abgewogen sei. Er wies darauf hin, daß es bei Arcandor um 50000 Arbeitsplätze und somit doppelt so viele wie Opel ginge. Der Konzern brauche für die Verhandlungen über seine Zukunft »Luft zum Atmen», betonte der Minister. Daher seien Überbrückungshilfen des Staates »keineswegs undenkbar«.

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