hippiesonline


myspace.com/mitgeloggt

facebook.com/mitgerockt

blip.fm/DerMitlogger

retroriffrock
Mindestlohnbanner, Groesse 160x90Pixel

Add to Technorati Favorites

weedeater




Billionen ohne Ende

US-Banken manövrieren trotz gigantischem Rettungspaket weiter am Rand des Abgrunds

Zur Rekapitalisierung des US-Finanzsystems seien mindestens weitere 1,5 Billionen Dollar (1150 Milliarden Euro) nötig, sagte der bekannte Fondsmanager und Finanzguru George Soros diese Woche beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Die bisherigen Hilfen seien lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen. Vor der Schaffung einer sogenannten Bad Bank, ein Konzept, das nun auch in Deutschland Realität werden soll, rät er jedoch resolut ab.

Nach Meinung der meisten internationalen Finanzexperten soll eine solche mit Steuergeldern finanzierte »schlechte Bank« die derzeit wertlosen »Wertpapiere« der Privatbanken übernehmen, und so der Allgemeinheit die ganze Last der verfehlten Finanzspekulationen aufbürden. Zugleich wären dadurch die Geldinstitute, in deren Führungsetagen durchweg noch die Leute sitzen, die den Karren in den Dreck gefahren haben, wieder frei zu agieren. Die Gefahr wäre groß, daß im großen Finanzkasino weiter fröhlich gezockt würde – so als sei nichts passiert.

Die Tatsache, daß die US-Spitzenbanker sich trotz der Finanzkrise im Jahr 2008 gegenseitig weiter mit riesigen Bonuszahlungen bedacht hatten, zeigt, sie wollen schlicht keine Lehren aus dem Fiasko ziehen (zumal die Bonuszahlungen diesmal nicht aus Gewinnen, sondern von der Substanz der Banken und aus staatlichen Hilfen stammten). Die Selbstbedienungsmentalität in den Führungsetagen der Finanzkonzerne, die energische Bereitschaft, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern, existiert offensichtlich weiter. Es schert die Manager nicht einmal, daß die Struktur des westlichen Finanzsystems nach wie vor vor dem Kollaps steht und die reale Wirtschaft mit in den Sog gezogen hat.

mehr in der junge Welt:
http://www.jungewelt.de/2009/01-31/051.php

Kommentieren