hippiesonline


myspace.com/mitgeloggt

facebook.com/mitgerockt

blip.fm/DerMitlogger

retroriffrock
Mindestlohnbanner, Groesse 160x90Pixel

Add to Technorati Favorites

weedeater




Ölkrise kommt noch

Der rasant steigende Ölpreis steht im Zentrum einer kurzfristig einberufenen Krisenkonferenz im saudi-arabischen Dschidda, die am Sonntag begann. Konkrete Ergebnisse werden angesichts der Widersprüche und Probleme nicht erwartet. Ein Folgetreffen soll im Oktober in London stattfinden. Zuvor wird im September die Konferenz der erdölfördernden Staaten (OPEC) über die Entwicklung von Preisen und Fördermengen beraten.

Der Ölpreis, der derzeit bei 135 bis 139 Dollar pro Barrel (159 Liter) liegt, hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt und ist viermal so hoch wie im Jahr 2000. In den 1990er Jahren hatte sich der Preis mit nur zehn Dollar/Barrel auf einem Tiefpunkt befunden, was kritische Auswirkungen für die Förderländer hatte. Jetzt wird damit gerechnet, daß der Preis bis Jahresende auf 180 Dollar/Barrel steigen könnte. Sollten allerdings USA und Israel ihre Drohungen wahrmachen, den Iran militärisch anzugreifen, würde der Preis voraussichtlich auf weit über 200 Dollar in die Höhe schießen.

Die Erklärungen für die Ursachen der Preissteigerungen liegen weit auseinander. Die Politiker der USA und der Europäischen Union behaupten, daß der steigende Bedarf der asiatischen Staaten, vor allem Chinas und Indiens, sowie die zu geringen Fördermengen der Ölstaaten schuld seien. Einige Produzenten, wie Libyen und Algerien, behaupten im Gegensatz dazu, daß der Bedarf des Marktes gesättigt sei oder sogar ein Überangebot bestehe. Sie lehnen deshalb Steigerungen der Fördermenge ab. Der Preis werde in erster Linie durch Spekulationen auf den Finanzmärkten und die Schwäche des Dollars in die Höhe getrieben. Das Argument ist sachlich nicht unbegründet. So führte vor kurzem die Drohung des israelischen Ministers Schaul Mofas, ein Krieg gegen Iran sei unvermeidlich, dazu, daß der Preis in wenigen Stunden von 130 auf 139 Dollar/Barrel stieg. Jeder Anschlag in Nigeria, dem größten Erdölproduzenten Afrikas, führt zu Preissteigerungen von drei bis fünf Dollar/Barrel.

mehr in der junge Welt:
http://www.jungewelt.de/2008/06-23/187.php

Kommentieren