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Gemäßigt war gestern

Die Feuerwalzen von Malibu sind Begleiterscheinungen einer extremen Dürre. Unter der leiden nicht nur weite Teile der USA. Überall droht Wüstenbildung

Südkalifornien kommt nicht zur Ruhe. Im Oktober zerstörten Wald- und Buschfeuer Tausende von Häusern, forderten Dutzende Menschenleben. In diesen Tagen brannte eine nächste Feuerwalze etliche Villen in der noblen Prominentensiedlung Malibu nieder. Neben dem vom letzten Jahr gilt der Sommer 2007 als der verheerendste in der Geschichte der Region. Im Oktober waren bereits an die acht Millionen Morgen (zwei Millionen Hektar) Land durch Wildfeuer von unbekannter Intensität verwüstet. »So etwas haben wir noch nie verzeichnet«, erklärte CBS-Korrespondent Scott Pelley. »Es scheint, wir leben im Zeitalter der Megafeuer – die Waldinfernos sind zehn mal so groß wie die Feuer, die wir gewohnt waren.«

Hintergrund dieser Katastrophen im Südwesten der USA ist eine langanhaltende Trockenperiode. Sieben der zehn, seit 1960 verzeichneten heftigsten Wald- und Buschfeuer brannten in den letzten acht Jahren. Von der Jahrhundertdürre sind in besonders schlimmen Jahren die »gesamten Ebenen von Kanada bis Mexiko« betroffen, wie der marxistische Soziologe und Historiker Mike Davis in einem Beitrag für die linke US-Zeitschrift The Nation anmerkte. Davis erklärt den Begriff Dürre zum Euphemismus. Neuesten klimatologischen Untersuchungen zufolge seien Hitze und Trockenheit inzwischen das »normale Wetter« der Region. Der Klimawandel gehe in Kalifornien mit einer rapide fortschreitenden Verwüstung einher. Gewaltige, die verdorrte Vegetation unwiederbringlich vertilgende Feuersbrünste seien reguläre Begleiterscheinungen. In »19 unterschiedlichen Klimamodellen« sei die bevorstehende Austrocknung des Südwestens der USA prognostiziert worden, so Davis.

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http://www.jungewelt.de/2007/11-29/006.php

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