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Archiv des Monats November 2007

Tiger – Die Kralle von Kreuzberg – Int. Kreuzberg-Tour-Guide II

am 30. November 2007 unter Fun, Kreuzberg, Tiger abgelegt von Der Mitlogger

Folge 50

Reichland, unterirdisch

am 30. November 2007 unter Leben/Politik abgelegt von Der Mitlogger

OECD-Studie zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Benachteiligung von Frauen im Berufsleben maßgebliche Ursache für hohe Kinderarmut in Deutschland

Kinderarmut im doppelten Sinne: In Deutschland werden weniger Kinder als im Durchschnitt der Länder geboren, die Mitglied in der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sind. Und unter denen, die das Licht der Welt erblicken, wachsen zu viele in Armut auf. Willem Adema, Experte für Familienpolitik im OECD-Direktorat für Beschäftigung, Arbeitsmarkt und Sozialpolitik, nannte am Donnerstag in Berlin wesentliche Ursachen dafür: zu wenig öffentliche Betreuungsangebote für Kleinkinder und daraus resultierend eine zu geringe Erwerbsbeteiligung der Frauen. Adema ist Koordinator einer Studie der Organisation, die erneut belegt, daß heute die Industrieländer die höchsten Geburtenraten haben, in denen überdurchschnittlich viele Frauen einen Job haben.

Die Berücksichtigung der Bedürfnisse von Familien auf dem Arbeitsmarkt einerseits und qualifizierte Betreuungsangebote andererseits sind nach Ademas Überzeugung entscheidend für das Wohl der Kinder. Dabei konzediert er durchaus, daß die Bundesrepublik insgesamt vergleichsweise viel Geld in Familien und Kinder investiert. »Aber man müßte es klüger ausgeben«, findet er. Denn, und das verdeutlicht er mit einer Grafik: Bei keinem der Berichtsindikatoren für die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Kindererziehung liegt Deutschland im grünen Bereich. Eine rote Ampel für unterdurchschnittliche Performance bekommt das wirtschaftsstärkste Land Europas unter anderem für die Beteiligung Alleinerziehender am Erwerbsleben, für die Betreuungsangebote bei Kleinkindern und für das im Vergleich zu den Männern besonders niedrige Durchschnittseinkommen der Frauen. Unter 17 OECD-Ländern, für die Daten zur Verfügung standen, gab es nur in Japan und Südkorea einen größeren Lohnabstand zwischen Männern und Frauen. Die Kinder Alleinerziehender – Beschäftigungsquote liegt in der BRD mit 62 Prozent auffällig unter dem OECD-Schnitt von 71 Prozent – haben in der Bundesrepublik folgerichtig ein besonders hohes Armutsrisiko.

mehr in der junge Welt:
http://www.jungewelt.de/2007/11-30/038.php

Arm trotz Aufschwung

am 30. November 2007 unter Leben/Politik abgelegt von Der Mitlogger

Der Aufschwung kommt bei den Menschen an.« Diese Behauptung der Kanzlerin während der Haushaltsdebatte im Bundestag ist schlicht eine Lüge. Das belegt eine am Donnerstag vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung vorgestellte Studie. Demnach sinken die Reallöhne trotz der ökonomischen Erholung, während die Armut – insbesondere von Kindern – weiter wächst. »Der Aufschwung kommt bei vielen Arbeitnehmern – und insbesondere bei denen, die es am dringendsten nötig hätten, also bei Niedriglohnbeziehern und Armen – eben gerade nicht an«, so das Fazit des WSI-Experten Claus Schäfer.

Den von dem Institut zusammengetragenen Zahlen zufolge geht der Anteil der Beschäftigten am Volkseinkommen, die sogenannte Lohnquote, weiter zurück. »Das ist für einen Aufschwung untypisch«, erklärte Schäfer. Während im vergangenen Jahr 40,5 Prozent des privat verfügbaren Volkseinkommens den abhängig Beschäftigten zugute kam, waren es im ersten Halbjahr 2007 nur noch 38,8 Prozent. 1960 lag dieser Wert in Westdeutschland bei knapp 56 Prozent. Gestiegen ist hingegen der Anteil der Gewinne: Von 24,4 Prozent im Jahr 1960 auf 33,8 Prozent im vergangenen Jahr und 36,6 Prozent im ersten Halbjahr 2007. »Die Schere geht also immer weiter auseinander«, stellte Schäfer fest. Diesen Trend konnten auch die in letzter Zeit etwas besser ausgefallenen Tarifabschlüsse nicht umkehren. Laut WSI wird die 2007 erreichte Erhöhung der Tariflöhne um 2,1 Prozent in Ost- und 2,3 Prozent in Westdeutschland allein durch die Preissteigerung von etwa drei Prozent mehr als aufgefressen. Zudem habe es in vielen Branchen, beispielsweise im öffentlichen Dienst, überhaupt keine Lohnerhöhungen gegeben.

mehr in der junge Welt:
http://www.jungewelt.de/2007/11-30/061.php

Gemäßigt war gestern

am 29. November 2007 unter Leben/Politik abgelegt von Der Mitlogger

Die Feuerwalzen von Malibu sind Begleiterscheinungen einer extremen Dürre. Unter der leiden nicht nur weite Teile der USA. Überall droht Wüstenbildung

Südkalifornien kommt nicht zur Ruhe. Im Oktober zerstörten Wald- und Buschfeuer Tausende von Häusern, forderten Dutzende Menschenleben. In diesen Tagen brannte eine nächste Feuerwalze etliche Villen in der noblen Prominentensiedlung Malibu nieder. Neben dem vom letzten Jahr gilt der Sommer 2007 als der verheerendste in der Geschichte der Region. Im Oktober waren bereits an die acht Millionen Morgen (zwei Millionen Hektar) Land durch Wildfeuer von unbekannter Intensität verwüstet. »So etwas haben wir noch nie verzeichnet«, erklärte CBS-Korrespondent Scott Pelley. »Es scheint, wir leben im Zeitalter der Megafeuer – die Waldinfernos sind zehn mal so groß wie die Feuer, die wir gewohnt waren.«

Hintergrund dieser Katastrophen im Südwesten der USA ist eine langanhaltende Trockenperiode. Sieben der zehn, seit 1960 verzeichneten heftigsten Wald- und Buschfeuer brannten in den letzten acht Jahren. Von der Jahrhundertdürre sind in besonders schlimmen Jahren die »gesamten Ebenen von Kanada bis Mexiko« betroffen, wie der marxistische Soziologe und Historiker Mike Davis in einem Beitrag für die linke US-Zeitschrift The Nation anmerkte. Davis erklärt den Begriff Dürre zum Euphemismus. Neuesten klimatologischen Untersuchungen zufolge seien Hitze und Trockenheit inzwischen das »normale Wetter« der Region. Der Klimawandel gehe in Kalifornien mit einer rapide fortschreitenden Verwüstung einher. Gewaltige, die verdorrte Vegetation unwiederbringlich vertilgende Feuersbrünste seien reguläre Begleiterscheinungen. In »19 unterschiedlichen Klimamodellen« sei die bevorstehende Austrocknung des Südwestens der USA prognostiziert worden, so Davis.

mehr in der junge Welt:
http://www.jungewelt.de/2007/11-29/006.php

Tiger – Die Kralle von Kreuzberg – Int. Kreuzberg Tour Guide I

am 29. November 2007 unter Fun, Kreuzberg, Tiger abgelegt von Der Mitlogger

Folge 49

Bushs Abschiedsshow

am 29. November 2007 unter Leben/Politik abgelegt von Der Mitlogger

Frontstellung gegen Iran: Annapolis war eine Friedenskonferenz, die der Vorbereitung eines neuen Krieges diente

Die angebliche Friedenskonferenz von Annapolis am Dienstag ist von der amerikanisch-israelischen Allianz nach Belieben kontrolliert worden. Ihr gemeinsames Konzept zur Befriedung des Nahostkonflikts bestimmte die Tagesordnung. Die palästinensische Vertretung durfte ihre Wünsche äußern, und die vollzählig angetretenen arabischen Staaten gefielen sich in der Rolle skeptischer Beobachter. US-Präsident George W. Bush hat Annapolis inszeniert, um sich am Ende seiner politischen Tage auch einmal als konstruktiver Gestalter darzustellen und das in seiner Regierungszeit angerichtete Chaos in einem versöhnlicheren Licht erscheinen zu lassen. Die israelische Seite überspielte mit freundlichen Gesten ihre Absichten, den Palästinensern ein Friedensdiktat aufzuerlegen, das deren dauerhafte Unterordnung unter die zionistische Staatsräson festschreibt. Der eigentliche Zweck dieser Veranstaltung aber lag darin, die arabischen Staaten in eine Frontstellung gegen die der westlichen Vorherrschaft Widerstand leistenden Kräfte zu zwingen. Daß Syrien – wenn auch nicht auf höchster diplomatischer Ebene – vertreten war, wird von den Veranstaltern als besonderer Erfolg gewertet. So könnte diese Friedenskonferenz durchaus zum Ausgangspunkt für einen Krieg gegen den Iran werden.

mehr in der junge Welt:
http://www.jungewelt.de/2007/11-29/046.php

…do subtitles make you crazy???

am 28. November 2007 unter Fun abgelegt von Der Mitlogger

»Die Jusos haben schon immer links getickt«

am 28. November 2007 unter Leben/Politik abgelegt von Der Mitlogger

Neue Vorsitzende des SPD-Jugendverbandes verlangt eine gezielte Umverteilungspolitik.

Ein Gespräch mit Franziska Drohsel in der junge Welt:
http://www.jungewelt.de/2007/11-28/052.php

Suma im Red Rooster

am 28. November 2007 unter Music abgelegt von Der Mitlogger

Ey Friends,

heute spielen SUMA im Red Rooster, das solltet Ihr nicht verpassen!!!

http://www.myspace.com/sumanoise
http://www.myspace.com/redroosterbackstage

also, wir seh’n uns!!!

RockOn
FrÄnk

Nicht in unserem Namen

am 28. November 2007 unter Leben/Politik abgelegt von Der Mitlogger

Frei nach dem Motto der US-Friedensbewegung »Nicht in unserem Namen« haben Zehntausende Palästinenser gegen die Nahostkonferenz von Annapolis demonstriert. Während die Proteste am Dienstag im Gazastreifen von der regierenden Hamas unterstützt wurden, gingen im Westjordanland bewaffnete Fatah-Milizen gegen Gipfelgegner vor. Die vom Westen unterstützte palästinensische Führung um Präsident Mahmud Abbas hatte bereits am Montag in ihrem Einflußbereich jede Form des Protestes gegen das internationale Treffen in Übersee untersagt. »Wir haben entschieden, das Abhalten von Demonstrationen, Kundgebungen und Pressekonferenzen zu verbieten, die sich gegen das Treffen in Annapolis richten«, teilte Informationsminister Rijad Al Maliki lapidar mit. »Wir wollen, daß die Konferenz ein Erfolg wird.« Abbas’ Auftritt an der Seite von US-Präsident George W. Bush und von Israels Regierungschef Ehud Olmert im Land der Freien und Gleichen tat die Einschränkung der Demonstrationsfreiheit keinerlei Abbruch.

Die in Gaza regierende Hamas bekräftigte dagegen, mögliche Ergebnisse des Treffens von Bush, Olmert und Abbas nicht anzuerkennen. »Die Entscheidungen, die in Annapolis getroffen werden, sind für das palästinensische Volk nicht bindend«, betonte Hamas-Sprecher Fausi Barhum am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Wie auch: Obwohl die Hamas bei den letzten regulären Wahlen in den palästinensischen Gebieten die absoute Mehrheit der Stimmen erzielt hatte, war sie nicht in die USA eingeladen worden. Und so hatte die Organisation am Montag abend in Gaza kurzerhand eine »Gegenkonferenz« veranstaltet, um auf »Gefahren einer Normalisierung der Beziehungen zu Israel« hinzuweisen.

mehr in der junge Welt:
http://www.jungewelt.de/2007/11-28/057.php