Mit Hartz V in den Tod
Heute diskutiert der Bundestag unter aufgehobenem Fraktionszwang über die »Patientenverfügung«, das finale Reformwerk für den Bundesbürger.
Am vergangenen Montag um 10.41Uhr im Deutschlandfunk meldete sich Frau Bischoff von der in Deutschland beheimateten Spielart der Humanität zu Wort: »Ich bin Delegierte der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben, wir kämpfen ja seit Jahrzehnten dafür, daß die Patientenverfügungen anerkannt werden.« Frau Bischof fand es nicht in Ordnung, daß nur Gott entscheiden dürfe, wann jemand sterben darf. Denn der Mensch habe doch auch einen eigenen Willen. Sie wußte, wann und wo: »Ich habe jahrelang Menschen betreut in Pflegeheimen. Und ich möchte die, die immer so wunderbar reden, wie man da behandelt wird – die sollten mal unangemeldet in solch ein Pflegeheim hineinriechen, da stinkt es zuweilen dermaßen, daß man sich die Nase zuhalten muß. Die Leute werden nicht versorgt, sie werden verwahrt. Die werden angebunden, damit sie sich nicht bewegen können, sie werden nicht auf die Toilette geführt, sie werden lieber gewindelt mit Windeln, die vier Liter Urin fassen können: Nicht einmal ein Tier wird so behandelt.«
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